01.06.2019 Joykicks : Sportfreunde Ickern = 3:5 (1:1)

Nach der über zweimonatigen spielfreien Zeit war es gestern endlich wieder mal soweit. Wir trafen uns zum Freundschaftsspiel mit den Joykicks. Es sollte aber nicht „nur“ ein weiteres Kräftemessen unter den befreundeten Teams werden, sondern auch ein weiteres Abschiedsspiel eines langjährigen Sportfreundes. Mirko Schmitt hatte mich unter der Woche informiert, dass die zahlreichen Verletzungen und die anstehende OP am Knie eine aktive Fortsetzung seiner Karriere nicht mehr zulassen. Kurzerhand organisierten wir ihm ein Abschiedsshirt, eine personalisierte FUT Karte in A4 Format sowie eine Flasche besten Captain.

Die Mannschaft und der Gegner erfuhren von dem Abschied erst durch die Ansprache von Patrick Klanthe am Mittelkreis. Mirko Schmitt zeigte sich sichtlich gerührt und hocherfreut über die Präsente aber auch über die Spielführerbinde, die er zu seinen Ehren noch ein letztes Mal tragen sollte. Da auch in den Reihen der Joykicks ein langjähriger Spieler (Markus) letztmalig die Schuhe schnürte, gab es quasi einen Doppelabschied.

Wir konnten durch die Gastspieler Sven Battefeld, Marcel Müller und Debütant Stanislav Skatrut immerhin 13 Spieler aufbieten, ja okay ich selbst habe auch mitgespielt, aber es war ja auch ein Abschiedsspiel! Die Hausherren konnten leider nur 10 Akteure aufs Feld schicken. Wir einigten uns auf die Leihgabe von Marcel Müller und kickten somit mit 11 gegen 11. Maik Schulze blieb dann zunächst freiwillig unten und komplett unfreiwillig leitete Daniela Schmitt die Begegnung sitzen vom Spielfeldrand aus.

Die Begegnung begann bei bestem sommerlichen Fußballwetter leicht verspätet, was aber auch an der Abschiedszeremonie lag. Anfangs tasteten sich beide Mannschaften vorsichtig ab und waren um eigenen Ballbesitz bemüht. Mirko Schmitt hatten wir mit der Hoffnung auf einen eigenen Treffer ins Sturmzentrum beordert. Leider konnten wir die ersten vielversprechenden Angriffsbemühungen, vor allem über unseren Neuling Stanislav Skatrut auf links, nicht in Torgefahr ummünzen. Die Joykicks brachen einige Male durch und hätten durch einen geschenkten Ballverlust unsererseits das 1:0 erzielen müssen. Doch Nils Wisniewski im Kasten vereitelte gleich drei solcher Großchancen grandios. Aber auch das Aluminium half uns zunächst mit. Einen satten Schuss konnte Nils Wisniewski nicht mehr erreichen, doch zu unserem Glück sprang der Schuss vom Pfosten zurück ins Feld. Nach einer schnellen Kombination stand unsere Leihgabe Marcel Müller frei im Fünfer und bejubelte seinen erfolgreichen Abschluss zum 1:0. Doch da er klar mehrere Meter im Abseits stand, zählte der Treffer folgerichtig nicht.

Es ging beim Stande von 0:0 weiter. Leider erhöhte sich der Druck der Heimelf, doch wir agierten heute sehr defensivsicher und versuchten endlich einmal das Spiel in Ruhe aus der Abwehr heraus zu eröffnen. Sven Battefeld, David Meyer, Tomai Pelle und Philipp Kozub zogen vor unserem Schlussmann die Fäden und setzten die Vorderleute immer wieder gut in Szene. Leider musste Tomai Pelle dann verletzt aufstecken. Die Leiste hatte sich wieder gemeldet und es ging nicht mehr weiter. Maik Schulze kam für ihn ins Spiel und fügte sich nahtlos ein. Die Mittelfeldachse bestand aus Stanislav Skatrut, Marc Schünemann, Marius Schrebkowski und Patrick Klanthe. Neben Mirko Schmitt agierte unser Dauerknipser Benjamin Ottberg im Angriffszentrum. Leider ließen wir uns nach etwa 20 Minuten durch einen schnellen Angriff aushebeln und der über links angreifende Gegenspieler ließ Nils Wisniewski beim Abschluss innerhalb des Strafraums keine Abwehrchance, Spielstand somit 1:0. Doch wir behielten die Ordnung bei und versuchten uns spielerisch nach vorn zu tasten. Mirko Schmitt tauschte später dann seine Position mit David Meyer und zeigte auch hinten, warum wir ihn schmerzlich vermissen werden. Dann passte Marius Schrebkowski das Leder mustergültig zu Benjamin Ottberg, der unseren scheidenden Spielführer Mirko Schmitt übersah, dann aber selbst erfolgreich zum 1:1 einnetzen konnte. Die Partie war wieder offen und wir erspielten uns, ebenso wie die schwarzgelben, einige Eckbälle. Bis zum Seitenwechsel hielten sich die Spielanteile nahezu die Waage, obwohl die besseren Chancen klar für die Joykicks zu verzeichnen waren. In der Pause suchten alle Akteure den kühlenden Schatten sowie die von Marius Schrebkowski, Mirko Schmitt und Philipp Kozub gesponserten Wasserflaschen auf. Vielen Dank allen edlen Spendern!

Nach dem Seitenwechsel ging die Hitzeschlacht weiter und nur Sekunden nach Wiederanpfiff ertönte unser Aluminium schon wieder. Ein weiterer Abschluss prallte nicht ins Netz, sondern ins Feld und konnte von uns geklärt werden. Doch um die 50. Minute herum waren unsere Abwehr und unser Schlussmann geschlagen und es fiel das 2:1 gegen uns. Doch die klare Abseitsstellung führte zur fairen Annullierung des Gegentreffers. Weiterhin 1:1 und es sollten die furiosen 10 Minuten der Sportfreunde folgen. Erst stibitzte Schlitzohr Benjamin Ottberg einen zu kurzen Rückpass vom gegnerischen Abwehrspieler, bevor er den Keeper umkurvte und zum 1:2 für uns einschieben konnte. Dann, nur wenige Augenblicke später, setzte Philipp Kozub einen Zuckerpass auf Benjamin Ottberg ab, der uns mit seinen dritten Treffer zum 1:3 führte. So wollen wir den alten Otte sehen!

Wiederum nur Minuten nach dem Tor schlug die Stunde von Debütant Stanislav Skatrut. Er setzte sich nach Zuspiel von Benjamin Ottberg über die linke Seite bis zur Grundlinie durch und schloss den Angriff aus unmöglichem Winkel erfolgreich zum 1:4 ab. Der Schlussmann konnte den Ball am Einschlag im langen Eck nicht mehr hindern. Die Joykicks hatten sich eine unfreiwillige Auszeit genommen, berannten unseren Kasten nun aber im Dauerlauf. Wir nutzten die etwas entblößte Abwehr und kamen sogar noch zum zwischenzeitlichen 1:5. Marius Schrebkowski setzte in der eigenen Spielhälfte zum Solo an und umkurvte drei oder vier Gegner, bevor er auf David Meyer passen konnte und sich seinen Assist sicherte. David Meyer hielt unumwunden drauf und der Schlussmann konnte den zentral einschlagenden Treffer nicht mehr vereiteln. Es wären sogar noch ein oder zwei Treffer mehr möglich gewesen, doch einmal versuchte es Maik Schulze selbst, anstatt Benjamin Ottberg oder Patrick Klanthe einzubinden und einmal scheiterte Stanislav Skatrut aus vielversprechender Position.

In der Abwehr mussten wir uns noch etwas mehr als eine Viertelstunde erwehren und kassierten nach einer starken Einzelleistung und einem Ballverlust im Spielaufbau das 2:5. Nils Wisniewski konnte das scharfe Geschoss aus kurzer Distanz nicht mehr erreichen. Leider kamen die Kicks durch eine missglückte Rettungsaktion und folgenden zögerlichen Zweikämpfen am Ickerner Strafraum zum 3:5 Anschluss. Bei uns schienen die Akkus leer zu sein und wir warfen uns in die Schüsse um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern.          

Maik Schulze, Mirko Schmitt, Sven Battefeld und Nils Wisniewski retteten mehrfach in höchster Not. Im Mittelfeld zollten nun auch Marc Schünemann, Stanislav Skatrut und Patrick Klanthe dem hohen Tempo und den hohen Temperaturen Tribut. Mehrere Akteure waren stehend KO und sichtlich froh über den Abpfiff und den nicht ganz unglücklichen Auswärtssieg.

Vielen Dank an die fairen Hausherren, an die Zeitnehmerin und Schiedsrichterin, an unsere Leihgabe Marcel Müller sowie an Mirko Schmitt für die Ausstandskiste und für neun unsagbar schöne Jahre. Du hast mit dem heutigen Spiel insgesamt 97 Spiele für die Sportfreunde bestritten und genau 28 Treffer erzielt. Zudem hast Du an zahlreichen Turnieren teilgenommen und uns als Spielführer durch viele Begegnungen geführt. Als Gegner haben wir Dich kennengelernt und als Mitspieler verabschieden wir Dich in den unfreiwilligen Vorruhestand. Aber wie am Mittelkreis bereits betont, Sportfreunde setzen sich aus Sport und Freunde zusammen. Auch wenn der Sport einmal geht oder gehen muss, die Freunde bleiben.

 

Lieber Mirko vielen Dank, dass ich heute bei Deinem letzten Spiel an Deiner Seite spielen durfte! Dies gilt für mich selbst, aber auch für alle anderen Sportfreunde!!!